Allgemein

Im Jahr 1997 sind am Luxemburger Gipfel die beschäftigungspolitischen Leitlinien der EU beschlossen worden. Österreich arbeitete auf dieser Basis den "Nationalen Aktionsplan für Beschäftigung" (NAP) aus.

In der Folge wurden bundesweit Territoriale Beschäftigungspakte (TEPs) als neue Form der Zusammenarbeit zwischen den AkteurInnen auf Bundes-, Landes- und Gemeindeebene eingerichtet, um die Umsetzung des NAP in den Regionen sicherzustellen.

Der "erste" NÖ Beschäftigungspakt wurde im Jahr 1999 entwickelt und trat mit Beginn des Jahres 2000 bis 2004 in Kraft. Diesem folgten weitere Verlängerungsverträge 2004-2006, 2007-2010, 2011-2013 und 2014 sind die Bemühungen um die Schaffung von neuen und die Erhaltung von bestehenden Arbeitsplätzen als landesweites Anliegen auf breitestmöglicher Basis verankert worden.

Aktuell steht der NÖ Beschäftigungspakt vor einer weiteren Periode, in der unter anderem auf die Schwerpunkte des Operationellen Programmes des Europäischen Sozialfonds 2014 bis 2020 Bedacht genommen wird.

Existierende Kooperationen der VertragspartnerInnen können im Pakt formalisiert und institutionalisiert werden, Entscheidungen werden Verbindlichkeit und Zuverlässigkeit verliehen. Diese Formalisierung der Kooperationen wird seitens der PaktpartnerInnen als notwendig und effizienzerhöhend erachtet.

Der Mehrwert wird durch die Definition gemeinsamer arbeitsmarkt- und strukturpolitischer Ziele gewonnen und setzt sich in der erhöhten Zahl der in Maßnahmen einbezogenen Personen fort. Gleichzeitig wird durch eine bessere Abstimmung der (nach Zuständigkeiten aufgeteilten) Einzelförderungen eine Effektivitäts- und Effizienzsteigerung erreicht.

Unabhängige Studien zu Inhalt und Rahmenbedingungen beurteilten den Pakt als Best Practice Beispiel europaweit und als Bereicherung. Arbeitsmarktpolitik ist für viele wichtige AkteurInnen überschaubarer und berechenbarer geworden.

Neben strukturellen Vorhaben, die vor allem auf eine verbesserte Abstimmung von wirtschafts- und arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen abzielen, werden auch auf die aktuellen Bedürfnisse der Zielgruppen abgestimmte Initiativen für den Einstieg bzw. Wiedereinstieg in das Berufsleben unterstützt.


Ziele

  • zielgerichtete Maßnahmenpläne, grundsätzliche Bekenntnis zum Pakt, die Schaffung von win-win-Situationen, eine gleich bleibende FördergeberInnenlandschaft und ev. Erprobung von Pilotprojekten auf lokaler Ebene.
  • Zielgruppenorientierte Instrumente zur Senkung der Arbeitslosenquote für die genannten Zielgruppen

Zielgruppen

  • Frauen
  • Ältere
  • Jugendliche
  • Langzeitarbeitslose / Langzeitbeschäftigungslose
  • Menschen mit besonderen Bedürfnissen (Behinderungen)
  • Gering Qualifizierte
  • bMS - BezieherInnen

Projektbereiche

  • Gemeinnützige Beschäftigungsprojekte
  • Sozialökonomische Betriebe
  • Einstellbeihilfen
  • Integrative Betriebe (geschützte Werkstätten)
  • Unternehmensgründungen
  • Zweiter Arbeitsmarkt - Pilotprojekte
  • Beratung- und Betreuungseinrichtungen
  • Begleitende Hilfen (Arbeitsassistenz, Coaching, Wohnheime)
  • Qualifizierungsprojekte
  • Stiftungen
  • Kinderbetreuungsprojekte