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[Chancengleichheit in der Altenpflege]
Chancengleichheit in der Altenpflege
Mehr als 90 Prozent des Personals in der Altenpflege sind Frauen, doch die Führungspositionen sind fest in männlicher Hand. In einem Bereich, in dem die tagtägliche Pflegearbeit hauptsächlich von Frauen geleistet wird, kommt Chancengleichheit eine besondere Bedeutung zu – vor allem dann, wenn der Pflegeberuf aufgrund der steigenden Nachfrage nach qualifiziertem Personal auch für Männer als Arbeitsmarktbereich mit sicheren Jobchancen interessant wird. Kern der Studie "Chancengleichheit in der Altenpflege" ist die Frage, welche neuen Anforderungen an Chancengleichheit in den (bislang) frauendominierten Arbeitsfeldern der Pflegeberufe gestellt werden, wenn Männer zunehmend in diesen Bereichen beschäftigt werden. Ziel des Projekts war es daher, die Situation von Frauen und Männern in der Altenpflege darzustellen und Maßnahmen zur Verbesserung der Chancengleichheit für alle Beschäftigten zu entwickeln. Das Projekt wurde von Joanneum Research im Rahmen von gendernow, der Koordinationsstelle für gender mainstreaming in Niederösterreich im Auftrag des Niederösterreichischen Beschäftigungspakts im Zeitraum von Jänner bis Dezember 2006 durchgeführt. Aufbauend auf Literaturrecherchen und sekundärstatistischen Analysen wurden mehr als 60 Beschäftige in PensionistInnen- und Pflegeheimen, in der mobilen Pflege und in der Pflegeausbildung zu ihrer Arbeitssituation befragt. In Diskussionsgruppen und Einzelinterviews sprachen sie über ihre Berufssituation, ihre Motivation, einen Pflegeberuf zu ergreifen, über Aufstiegsmöglichkeiten, Belastungen im Arbeitsalltag und über die Zusammenarbeit von Frauen und Männern. Unter den Interviewten befanden sich Führungskräfte, Diplomkrankenschwestern und -pfleger sowie PflegehelferInnen, insgesamt 48 Frauen und 15 Männer. -> Studie: Chancengleichheit in der Pflege -> Zusammenfassung der Studie Wie kann Chancengleichheit in Pflegeheimen, in der mobilen Pflege und in der Pflegeausbildung umgesetzt werden? Mit der Broschüre "Chancengleichheit in der Altenpflege" richtet sich gendernow an Führungs- und Verwaltungskräfte im Pflegebereich. Strategien zur Sicherung von Chancengleichheit tragen zur Qualitätssicherung und zu Arbeitszufriedenheit in der Pflege bei. Ein attraktiveres Berufsbild führt zu einem steigenden Arbeitskräfteangebot und einer geringeren MitarbeiterInnenfluktuation. Problembereiche wie körperliche und psychische Belastungen, Zeit- und Leistungsdruck, Fremdtätigkeiten oder Vereinbarungsproblematik werden kurz erläutert und mit Maßnahmenvorschlägen konkretisiert, die gemeinsam mit Pflegekräften erarbeitet wurden. Diese stellen praktische Ansatzpunkte dar, wie Chancengleichheit umgesetzt werden kann. ->Broschüre: Chancengleichheit in der Altenpflege |
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